Sie sind hier:

Ein Blick zurück

Vom 14. Jahrhundert bis heute

Die Geschichte der Schützengesellschaft und der Stadt Lindau sind eng miteinander verwoben. Als Bürger mußten die Einwohner des Marktes und später der Stadt Lindau schon seit frühester Zeit eine persönliche Bewaffnung nachweisen. Beim Erwerb des Bürgerrechtes und vor einer Heirat oder dem Erwerb einer Meisterstelle mußte der Bürger in vollständiger Bewaffnung antreten und wurde vom Rat der Stadt gemustert. Alle Bürger waren wehrpflichtig und zur Verteidigung des jeweiligen Ortes verpflichtet.

Das Jahr 1396, in dem die Stadt Lindau die letzten zum Status einer freien Reichsstadt gehörenden Rechte erwarb, ist entscheidend für das Entstehen der Schützengesellschaft, da für die eigene Verteidigung und für die Heerfolge des Kaisers eine eigene Schützengruppe aufgestellt werden musste. Es wurden Anlagen und regelmäßige Übungsschießen notwendig, um die Schießgeräte bedienen zu können und die Kampfkraft zu erhalten.

Die Stadt richtete daher regelmäßig Schießveranstaltungen aus und datiert der erste schriftliche Nachweis eines Schießens in Lindau aus dem Jahre 1397, in welchem belegt wird, daß die Stadt Lindau sich für ihre "Schießgesellen" Armbrüste und Zubehör zum Schießen stiften läßt.

Die erste Urkunde die darauf hinweist, daß es sich bei der Lindauer Schützengruppe um eine eigene, von der Stadt Lindau nur lose abhängige, Organisation handelt, beschreibt, daß im Jaher 1419 die Schießhütte der "gemeinen Schießgesellen" (=allgemeine Schützen), die sich an der Achbrücke befindet, mit einer Mauer umgegeben wird.

Es folgten wechselvolle Jahre mit allen Höhen und Tiefen einer mehr als 600-jährigen Vereinsgeschichte. Mehrmals stand die Schützengesellschaft vor einer Auflösung. Engagierte Schützenmeister und Mitglieder sowie Personen des öffentlichen Lebens aus Politik und Gesellschaft setzten sich jedoch immer wieder für den Erhalt der Schützengesellschaft ein. Nur so ist es möglich, daß wir auch noch heute auf den Anlagen am Schönbühl in Lindau den Schießsport ausüben können.

Wer sich für die Geschichte der Schützengesellschaft interessiert findet weiterführende Texte in der Festchronik welche aus Anlaß des 600-jährigen Bestehens (1397-1997) der Schützengesellschaft erstellt wurde.